Bemerkenswert

Meine Welt

Familie, Katzen, Kochen, Backen, Handarbeiten

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Wenn man zum Einkaufen fährt ….

… und jede Menge Lieblingsmenschen trifft. So ging es mir gestern.

30 Jahre wohne ich nun schon nicht mehr in dem Ort, in dem ich geboren und aufgewachsen bin. Aber immer wenn ich zu dem Supermarkt in den Ort fahre, treffe ich dort Jemanden. Man kennt mich immer noch. Auch Leute mit denen ich nicht soviel zu tun hatte, erkennen mich. Fragen: Bist du nicht Fä… ihre Tochter ?? Meine Großeltern hatten eine Wirtschaft und waren daher bekannt. Meine Mutter war nicht verheiratet und nicht mehr in einer Partnerschaft, als ich auf die Welt gekommen bin. Das war Mitte der 1960er noch nicht selbstverständlich, obwohl es uneheliche Kinder schon immer gab. Meine Oma z. B. war noch nicht verheiratet, als ihre 1. Tochter auf die Welt kam. Ihr zukünftiger Mann, mein Opa, war im 1. Weltkrieg. Nach dem Krieg wurde dann geheiratet. Auch hatte ich schon immer ein etwas exotischeres Aussehen, daher bin ich den Leuten wahrscheinlich im Gedächtnis geblieben. Als ich vor ein paar Wochen in dem Ort im Freibad war und geschwommen bin, sprach mich eine ältere Dame an, ob ich nicht die B. bin. Ich musste grinsen, denn B. kenne ich. Nein, ich heiße Christine. Die Frau sagte daraufhin, jetzt weiß ich es, die Tochter von Fä… Sie war total happy, mich erkannt zu haben. Problem für mich war nur, ich wusste nicht, wer sie ist. Sie hat es mir dann erklärt, sie hatte früher ein Geschäft.

Gestern bin ich um 18 Uhr zum Einkaufen gefahren. Zuerst war ich noch tanken. Ich fahr am Samstag meistens etwas später zum einkaufen, weil da weniger los ist. Ich mag keine Menschenmassen. In den Supermarkt bin ich eigentlich nur deswegen gefahren, weil ich noch ein Geburtstagsgeschenk für mein Patenkind gebraucht habe. Sie fängt demnächst zum studieren an und muss deswegen in eine andere Stadt ziehen. Sie bekommt ein sehr großes Fresspaket von uns. Normalerweise hätte ich in dem Supermarkt bei uns im Dorf eingekauft, den wir seit ein paar Jahren haben. Und um den ich total froh bin. Nun war ich also in dem Markt und traf als erstes eine Bekannte hier aus dem Dorf. Natürlich wurde eine Zeitlang geratscht. Dann traf ich eine Kegelfreundin. Plötzlich steht der Bruder meines Patenkindes neben mir. Meine Kegelfreundin meinte, sie holt ihre Sachen, dann kommt sie wieder zum weiterratschen. Kurz darauf kommen 2 ganz liebe Freunde. Ich hatte davor gehofft, sie beim einkaufen zu treffen. Und so wurde natürlich weiter geratscht. Um 20 Uhr wurden wir höfflichst hinaus gebeten. Zu Hause angekommen, meinte mein Mann: ‚Aha, hast wieder jemanden getroffen.‘ Er kennt es schon, wenn ich nach T. fahre, komme ich sicherlich später als sonst heim. Zum Abendessen gab es dann noch eine schnelle Suppe. Es war einfach nur schön, ein paar Lieblingsmenschen zu treffen und zu ratschen. Zu Hause habe ich dann gemerkt, ohje, doch ein paar Dinge vergessen zu kaufen.

Naturjoghurt aus dem Backofen oder aus dem Bereiter

Für Naturjoghurt aus dem Backofen braucht ihr die Temeratureinstellung Ober/Unterhitze 40°C.

1l Milch aufkochen. Ich hab bisher immer H-Milch mit 3,5% Fett genommen, die habe ich nicht extra aufgekocht.

Milch auf 40°C abkühlen lassen.

Einen Becher Naturjoghurt in die Milch einrühren. Hab Joghurt mit 3,5% Fett genommen.

In Behälter füllen, z.B. Tassen oder Gläser mit ca. 150 ml.

Behälter auf den Rost stellen. Ich hab sie in die Fettpfanne gestellt.

Rost in die 3. Einsatzebene von unten geben.

Backofenlicht ausschalten.

Nach ca. 5-8 h entnehmen, sobald er fest ist.

Diesmal habe ich die Milch nicht aufgekocht, sondern Joghurt einfach in zimmerwarme H-Milch eingerührt. Der Joghurt ist nicht ganz so fest geworden wie sonst.

Joghurt im Backofen zu machen geht schnell und der Joghurt schmeckt sehr, sehr gut. Der einzige Nachteil sind die Energiekosten. Daher habe ich versucht, den Joghurt in einem Bereiter zu machen. Dafür kommt kochend heißes Wasser bis zur Markierung in den Bereiter. In den passenden Behälter habe einfach die angerührte Milch gegeben, in den Bereiter gegeben, verschlossen und über Nacht in einem zimmerwarmen Raum stehen gelassen. Hat geklappt, auch dieser Joghurt wurde fest.

1000 Fragen an mich selbst – #35

681: Was war deine letzte gute Tat ?? Zwetschgen verschenkt, anderes Obst angenommen. Täglich Fa. und Bi. in die Arbeit fahren. Fa. Fahrgeld mitgeben für den Zug zur Berufsschule.

682: Siehst du deine Lieblingsmenschen jede Woche ?? Jeden Tag.

683: Was war deine beste Entscheidung im vergangenen Jahr ?? Evtl. die Weihnachtsgeschenke für unsere Kinder. Ich musste auch eine Entscheidung akzeptieren, die mir sehr leid getan hat, aber sich im Nachhinein als absolut richtig herausstellte.

684: Was war dein bestes Konzert, das du jemals besucht hast ?? Ich war schon auf ganz vielen Konzerten, da ist das Beste wirklich schwierig. War es mein erstes Scorpionkonzert ?? Ich kannte die Band garnicht. Ein Kumpel von mir fragte, ob ich mit will. Seitdem waren es ca. 9 Konzerte. Oder war es in dem Jahr als wir bei Andre Rieu waren und ein paar Wochen später bei Scooter ?? Oder die Gruppe ‚Pomm Fritz‘, die mich total beigeistert hat ?? Eines der besten Konzerte war und das ist schon ganz lange her: ‚Monsters of Rock‘ 1986 in Nürnberg mit Warlock, BonJovi, Ozzy Osbourne, Scorpions usw. Noch ein tolles Konzert, das über 2 Tage ging war das letzte Anti-Waa-Festival in Burglengenfeld.

685: Womit belohnst du dich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast ?? Mit meinem Handy.

686: Hast du schon mal jemanden zum Weinen gebracht ?? Bestimmt

687: Zählt für dich Quantität oder Qualität ?? Meistens Qualität

688: Was ist die beste Medizin gegen Liebeskummer ?? Darüber reden.

689: Welche 5 Dinge würdest du in einen Picknickkorb tun ?? Sandwich, Obst, Gemüse, Wasser, Knabbersachen wie Nüsse etc.

690: Hast du viel Selbstvertrauen ?? Ich muss nicht im Mittelpunkt stehen. Quatsch die Leute aber an, wenn mich was interessiert.

691: Wen fragst du, wenn du einen weisen Rat brauchst ?? Meinen Mann

692: Was ist das schönste am Nach-Hause-Kommen ?? Vieles, z. B. meine Katzen, die mich oft schon auf der Strasse erwarten etc.

693: In welchem Unterrichtsfach in der Schule warst du gut ?? Religion

694: Wann hast du zuletzt ein Baby im Arm gehalten ?? Vor 12 Jahren unseren Junior.

695: Würdest du jemanden sie dich gerne zur Freundin haben ?? Wäre interessant

696: Kannst du gut warten ?? Nein

697: Welche Probleme würden dich veranlassen, zum Psychologen zu gehen ?? Depressionen

698: Was möchtest du irgendwann noch lernen ??

699: Worauf kannst du keinen einzigen Tag verzichten ?? Kaffee am Morgen.

700: Wie oft beginnst du einen Satz mit: „Als ich so alt war wie du …“ ?? Da erzähl ich dann meine Kindheitserinnerungen.

#12von12 – September 2018

draussennurkaennchen fragt nach 12 Bildern, immer am 12. im Monat. Gerne bin auch ich diesmal wieder dabei:

Mein Tag beginnt, wie die letzten Tag auch mit

Autofahren. Fa. hat heute Berufsschule und ich fahr ihn um 6 Uhr früh zum 20 Min. entfernt gelegenen Bahnhof.

Thja, wieder ein Autobild. Um 9 Uhr fahre ich Bi. in die Kreisstadt. Dort ist ihr Ausbildungsplatz.

Ich muss in der Stadt noch was besorgen, u. a. eine Heftumschlag für Junior, den ich gestern nicht bekommen habe.

Kreisstadt. Es wird ein wunderschöner, sehr warmer Tag heute.

Einkauf erledigt.

Es klingelt an der Türe, meine Nachbarin bringt mir ein paar Birnen und nimmt dafür ein paar Zwetschgen mit. Als es klingelt erschreck ich mich zunächst. Denn am Montag Nachmittag habe ich einen ganz komischen Telefonanruf bekommen: Ein Mann will mir unbedingt den Computer zurückschicken, den ich ihm über ebay verkauft haben soll. Nun kaufen bzw. verkaufen wir eigentlich nie was über ebay und ich hab dem Mann auch sehr konsequent versucht zu überzeugen, daß der PC sicher nicht von uns ist. Aber er ließ sich nicht davon abbringen. Auch mein Versuch, ihn zu überzeugen, daß er sich evtl. verwählt haben könnte, hatte keinen Nutzen. Sein letzter Satz war: „Das finde ich nicht gut.“ Nun, ich auch nicht !! Bin gespannt, ob ich demnächst ein Paket bekomme. Bin am Überlegen, falls wirklich ein Paket kommt, ob ich es überhaupt annehme oder es zur Polizei bringe, könnte auch was schlimmes drin sein.

Aus den Birnen koche ich Marmelade.

Birnenmarmelade mit Vanille und Nelkengeschmack.

Musste nochmal in die Kreisstadt.

Zum Abendessen gibt es Spaghetti Bolognese.

Jungs vom Fussballtraining abholen.

Zur Entspannung werde ich jetzt noch etwas häkeln, dabei auf meinen Mann warten, der heute wieder im ‚weitweitweg‘ ist.

Silberhochzeit

Heute vor 25 Jahren haben Ro. und ich kirchlich geheiratet. Standesamt war einen Tag vorher, nach fast 6 1/2 Jahren Beziehung.

Kennengelernt haben wir uns beim Billardspielen. Kurz darauf, im Fasching wurden wir so langsam ein Paar, hat noch eine Woche gedauert, bis ich ein Bussi auf die Backe bekam. Mei, waren wir schüchtern.

Meine Freundin und mein Kumpel hatten mir vorher immer wieder mal von Ro. erzählt. Das er z. B. auch so viechernarrisch (großer Tierfreund) ist wie ich. Irgendwann wollte ich ihn dann kennenlernen und als uns in einer Disko beim Billiardspielen jemand fehlte, tauchte mein Kumpel mit Ro. auf.

Das 1. Jahr haben wir uns täglich gesehen. Er wohnte in einem Dorf 7 km entfernt. ‚GsD‘ hatte jeder von uns ein Auto. Es waren manchmal ziemliche anstrengende Zeiten. Wenn wir, z. B. um 3.30 Uhr in der Früh von der Disko nach Hause kamen und ich um 4 Uhr zur Arbeit musste. Aber die 20 Min. Schlaf mussten sein.

Dann zog ich mit einer Freundin in meine 1. eigene Wohnung und Ro. musste zur Bundeswehr. Nach 2 1/2 Jahren Beziehung kauften wir mit Hilfe unserer Eltern unser Haus. Wir richteten uns ein gemeinsames Konto ein, denn es gab noch einiges abzubezahlen. Fast jeder meinte daraufhin, jetzt wird bald geheiratet. Aber nein das ‚Gschlamperte Verhältnis‘ wollte zuerst ihr Haus abbezahlt haben, mein ganzes Gehalt floss ins Haus, was sehr gut war. So waren wir, als unser erstes Kind zur Welt kam, schuldenfrei.

Im Mai 1993 heirateten unsere Freunde, die den gleichen Kennenlerntag haben wie wir. Es war eine große, schöne Hochzeit. Uns war klar, so wollen wir nicht heirateten.

Im Juni gingen der Ro. und ich 4 Std. spazieren und am Ende bekam ich auf einem Hochsitz einen Heiratsantrag.

Als wir es unserer Familie sagten, war jeder überrascht und meinte, da ist bestimmt was unterwegs. Nein, es war nichts unterwegs und wir warteten dann auch bis nach der Hochzeit, obwohl wir nach dem Antrag zuerst gesagt haben, jetzt verhüten wir nicht mehr. Und so kam unsere Tochter ein Jahr nach der Hochzeit auf die Welt.

Zuerst war jeder froh, endlich heiraten sie. Doch als wir sagten, was wir vorhaben, war die Verwandtschaft ziemlich sauer. Unsere Freunde hingegen meinten, es ist eure Hochzeit, machts wie ihr es wollt. Wir haben alle zur Trauung in eine nahe Kapelle mit einer schönen Lindenallee eingeladen und danach flogen wir sofort auf die Seychellen.

Natürlich heiratete ich in weiß und Ro. im Anzug. Unser Auto bekam Blumen und auch sonst war alles wie es Tradition ist: Blumenstrauß, was blaues, was altes etc.

Nach der Trauung fuhren wir sofort heim, zogen uns um und mein Schwiegervater fuhr uns zum Bahnhof nach Ulm, wo wir in den ICE nach Frankfurt stiegen um rechtzeitig unseren Flieger auf die Seychellen zu erreichen. Eine Woche waren wir in dem Urlaubsparadies, es war so schön. Wir haben so geschwärmt, daß im Jahr darauf unsere Freunde auch hingeflogen sind. Eigentlich wollten wir heuer zur Silberhochzeit zusammen hinfliegen. Aber leider hat es aus verschiedenen Gründen nicht geklappt.

Wir haben es nie bereut, so geheiratet zu haben. Im Gegenteil, wir würden es sofort wieder so machen.

Ich würde auch sofort wieder meinen lieben Mann heiraten. Er hat die tollsten Ideen, auf die ich nie kommen würde. Wir haben viele aufregende Dinge zusammen erlebt, haben uns immer mit Respekt behandelt. Wir können zusammen lachen, sind liebevoll im Umgang miteinander. Auf gut deutsch: es paßt.

Zuerst keine – plötzlich zwei

Bei den 1000 Fragen wurde neulich nach dem Wendepunkt in deinem Leben gefragt. Das Jahr 1983 war defentiv ein Wendepunkt. Das 1. Halbjahr war noch eher negativ geprägt, doch dann kam der positive Wendepunkt.

Mein Jungvolk hat diesen Monat mit ihren Ausbildungen begonnen. Das erinnerte mich an die aufregende Zeit meiner Lehrstellensuche mit absolutem Tiefpunkt und dann sehr positivem Ausgang:

Die ersten zwei Jahre auf der Realschule verliefen noch recht poitiv. Irgendwann in der 9. Klasse ließ mein Ehrgeiz, aus verschiedenen Gründen, merklich nach. Ich begann die Hausaufgaben meistens nur noch schnell in der Frühe von irgend jemandem abzuschreiben, ganz schlechte Idee. Mein Glück war, daß damals das Neuntklasszeugnis gleichstand mit dem Qualifizierenden Hauptschulabschluss, so hatte ich wenigstens einen Abschluß. In der 10. Klasse dann der totale Absturz. Es war klar, die mittlere Reife schaffe ich auf keinen Fall. Nur was kommt dann ??

Mein Berufswunsch war immer Tierpflegerin gewesen. Aber im Augsburger Zoo wurden damals nur Jungs genommen und der Münchner Zoo war sehr überlaufen, man hatte keine Chance auf eine Lehrstelle. Was werde ich dann ?? Irgendwann kam ich auf die Idee, ich werde Kaminkehrerin. Wie ich auf diesen Beruf kam, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur noch, ich muss irgendwas sagen, wenn ich wieder gefragt werde. Also erkundigte ich mich, welche Voraussetzungen man für diesen Beruf braucht. Damals gab es kein Internet !! Ich musste nach Augsburg zur Innung einen Test machen. Den Test habe ich bestanden, aber ich hatte keine Lehrstelle. Mir wurde gesagt, die Innung schaut nach einem Lehrbetrieb. Irgendwann bekam ich Nachricht, daß keine Stelle für mich gefunden wurde. Hinterher habe ich mir gedacht, war bestimmt gut, das ich keine Kaminkehrerin geworden bin. Es hätte mich bestimmt ziemliche Überwindung gekostet auf die Dächer zu steigen.

Aber was mach ich ?? Der Frust saß ziemlich tief. Meine Mutter meinte, dann machst halt in der Kurstadt Zimmermädchen. In der Zeitung las ich, das in einem Dorf eine Haushaltshilfe gesucht wird. Ich rief an und hatte die Stelle. Gut, keine Lehrstelle, aber wenigstens Arbeit.

Ich erzählte meiner Freundin, daß ich endliche eine Stelle in einem Haushalt habe. Ihre Reaktion war: „Du spinnst wohl !! Mach eine Ausbildung !!“ Ich, total frustriert: „Aber ich find doch nichts !!“ Sie meinte: „Hier im Ort gibt es jede Menge Geschäfte, da sucht bestimmt jemand noch einen Lehrling.“ Wir setzten uns hin und machten eine Liste von den ganzen Geschäften im Ort. ‚Verkäuferin – ohje ich kann doch nicht reden.‘ ‚Das lernst du.‘ ‚Bäcker – das geht doch nicht, die nehmen bestimmt nur Jungs.‘ ‚Probiers wenigstens.‘

Ich schrieb keine Bewerbungen, sondern ging direkt zu den Betrieben. Der Erste war eine Bäckerei. Nachdem ich mir Verkäuferin nicht zutraute, fragte ich, ob sie noch eine Lehrstelle als Bäckerin hätten. Die Antwort war positiv und ich soll zum Probearbeiten kommen. Und dann hatte ich eine Zusage. Gleich im ersten Betrieb. Ich war glücklich, werde ich halt Bäckerin. Hab dann von einigen Leuten erfahren, die auch mal den Beruf des Bäckers erlernt haben.

Einige Tage später, ich war unterwegs und als ich nach Hause kam, saß ein mir fremder Mann bei uns im Wohnzimmer. Meine Mutter stellte in mir als Herrn S. vor, der mit mir reden will. Hmm, ich hab doch nix angestellt. Als Herr S. zu sprechen begann, war ich platt. Er hätte gehört, das ich Bäckerin werden will. Er würde mich sehr gerne in seinem Betrieb als Lehrling haben wollen. Bei ihm würde ich auch mehr lernen, als in dem anderen Betrieb. Ich solle es mir überlegen und ihm bald Bescheid geben.

So hatte ich von zuerst keiner Lehrstelle, plötzlich zwei Lehrstellen.

Die Bäckerei von Herr S. hatte die bessere Ware, aber man musste auch wesentlich mehr arbeiten. Ein Kumpel von mir hatte dort gelernt und er gab mir den Tip, nimm die Stelle, du wirst es nicht bereuen. Mit ausschlaggebend war, das ich in der 1. Bäckerei am 1.8. anfangen müsste. In der Bäckerei von Herrn S. erst Mitte Sept., da die Bäckerei noch umgebaut wurde. Dadurch könnte ich mit meinen Freunden mit nach Assisi fahren.

Also sagte ich die 1. Stelle ab und Herrn S. zu. Bäckerin war genau der richtige Beruf für mich. Abwechslungsreich und sehr lehrreich. Interessant war, daß Herr S. Meister in dem Betrieb war, er war auch angestellt. Die Bäckerei gehörte einer Frau. So sagte ich immer, ich habe keinen Chef, sondern einen Meister und eine Chefin.

Ein zusätzlicher Wendepunkt für mich war die Fahrt nach Assisi, von der ich sehr lange gezehrt habe. Im Jahr 1983 bin ich erwachsen geworden.

Eine Ausbildung zu machen, gehört zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben. Immer wieder wird man gefragt: ‚Was hast du / was haben sie gelernt ??‘ Daher bestehen mein Mann und ich darauf, daß unsere Kinder auf jeden Fall eine Ausbildung machen. Unsere 2 ältesten Mädchen sind so froh um ihren Beruf, auch wenn es etwas gedauert hat, bis sie den richtigen Beruf hatten, vorallem bei unserer Großen. Beruf kommt von Berufung.

#WMDEDGT 09/18

WMDEDGT – ‚was machst du eigentlich den ganzen Tag‘

will Frau Brüllen immer am 5. des Monats wissen. Gerne mache ich, wie viele andere auch, bei dieser tollen Aktion mit.

Um 3.00 Uhr wache ich mal wieder, leider, eingekuschelt in meine Decke, auf dem Sofa auf. Schlaftrunken wandere ich in die Küche und mache Sandwich. Mittwoch ist seit Jahren bei uns Sandwich-Tag. Mein Mann, der heute im ‚weitweitweg‘ ist, bekommt zum Essen Sandwich mit und auch für Fa. bereite ich welche zu. Danach gehe ich ins Bett und schlafe noch etwas, denn um 6.00 Uhr heißt es aufstehen. Fa. muss nach Kf zu seiner Ausbildungsstelle gefahren werden. Seit Montag fahre ich täglich 160 km.

Wieder zu Hause brauche ich erstmal einen Kaffee. Ich stöbere etwas im I-Net. Bi. steht auf und ich bereite ihr Sandwich zu. Dann fahre ich sie zu ihrem Ausbildungsplatz in die Kreisstadt.

Zu Hause angekommen hüpfe ich unter die Dusche. Heute ist wunderschönes Wetter, da wird natürlich die Wäsche draußen getrocknet. Ich will etwas Ordnung in den Blog bringen. Aber aus irgendeinem Grund klappt es nicht so recht.

Ich versuche Junior zu wecken. Er ist natürlich noch ganz schwer wach zu bekommen. Aber nächste Woche beginnt die Schule wieder und er muss sich langsam wieder ans frühe Aufstehen gewöhnen.

Ein wichtiges Telefonat muss erledigt werden, aber am anderen Ende der Leitung nur der Anrufbeantworter: ‚Urlaub bis Ende des Monats !!‘ Wunderbar, wie heißt es so schön: läuft – rückwärts den Berg runter !! Ich bin mit meinem Latein am Ende. Mal schauen was Ro. sagt.

Ich brauch was zu futtern. Nebenzu lese ich Zeitung, muss mich auf andere Gedanken bringen.

Nach einem kurzem Mittagsschläfchen backe ich aus 800g Mehl Pfannkuchen.

Plötzlich klingelt es an der Haustüre und Fa. steht vor der Türe. Seine Firma hatte in einem Ort in der Nähe zu tun und so wurde Fa., als sie fertig waren, bis hier in den Ort gebracht. Morgen früh wird er abgeholt. Ich war so froh, daß ich ihn nicht abholen muss. Fa. lernt in seiner Firma erst eine Zeitlang Praxis, erst später darf er ins Büro. Wir unterhalten uns, wie es heute gelaufen ist.

Die Wäsche will zusammen gelegt und verräumt werden. Mir kommt eine Idee, wie wir das Problem mit ‚Wir sind bis Ende des Monats im Urlaub‘ doch noch lösen können. Aber erstmal mit Fam. besprechen.

Junior ist inzwischen mit seinem Kumpel unterwegs. Pünktlich kommt er nach Hause, heute ist noch Fußballtraining. Vorher fährt er noch zum Supermarkt und kauft sich eine Wasserflasche. Vermutlich wollen die Trainer nicht, daß die Kinder Glasflaschen dabei haben. Dann macht sich Junior auf den Weg zu seiner Mitfahrgelegenheit, denn das Training ist in einem anderen Ort.

Ich trinke derweil einen Eiskaffee ohne Eis und dann ist es auch schon an der Zeit Bi. abzuholen. Sie erzählt viel und ist sehr entspannt, was mich sehr freut.

Nun warte ich auf Junior. Später werde ich noch an meinem Tuch weiterhäkeln, hoffen das mein Mann nicht zu spät heimkommt und (hoffentlich) früh ins Bett gehen.

So schaut mein Tag als Familienmanagerin aus, Betonung z. Z. auf Managerin. Wünsch euch allen noch einen entspannten Abend.